Das aktuelle Programm von Stephan Sulke

Ich hab ein Lied für Dich geschrieben

Das aktuelle Programm von Stephan Sulke setzt sich aus einer Mischung von alten Hits und neuen Songs zusammen, und dass sich seine leisen Lieder von Liebe und Leiden und seine humorvollen, komischen Songs auch in der heutigen Zeit noch hören lassen können, haben die aktuellen Erfolge bewiesen. So sind große Evergreens, wie „Lotte“, „Der Typ von nebenan“, „Uschi“, „Der Mann aus Russland“, „Bist wunderbar“ u. v. a., ebenso zu hören wie spannende, funkelnagelneue Werke.

In diesen mixt der ‚Spitzbuben-Poet‘ die bekannten musikalischen Zutaten aus aufgelösten Akkorden, in allen Richtungen sehnsuchtsvoll gebogenen Leittönen und rock-bluesigen Farbeinsprengseln mit unerhörter Leichtigkeit und mit Sinn und Sinnlichkeit. Darauf – und oft auch dagegen – setzt er die wundervollen Texte mit seiner wortklaren und verschmitzten Stimme.

Der Träumer, Geschichtenerzähler und Sänger erweist sich nach wie vor als echtes ‚Bühnentier‘, wird sein Publikum mit einer faszinierend-lockeren Performance sowie einer enormen Bühnenpräsenz be- und verzaubern, und ein einzigartiges musikalisches (Klein)Kunst-Ereignis à la Sulke kredenzen.

Enten hätt´ ich züchten sollen

Was mag das wohl für einer sein, der sich für ein Album den wundersamen Titel „Enten hätt´ich züchten sollen….“ aussucht? Schon dieser herrliche Titel! „Enten hätt´ ich züchten sollen…“ nennt Stephan Sulke sein jüngstes Album, das wirft unversehens ein Licht auf viele seiner Musiker-Qualitäten. Witzig, leicht melancholisch, flapsig, verschmitzt, unangepasst. Was der Titel nicht verrät, ist dies: Das Album hält auch Rückschau. Und zwar ohne den Anspruch auf Vollständigkeit oder die Nennung sämtlicher, eigenhändig gesetzter Meilensteine, sonst wäre es ja kein Album aus der Querulanten-Werkstatt Sulke. „Die Historie“, sagt der Sänger und Poet, ist folgende: „Ich mag ungerade Zahlen. Ich stand vor bald einem halben Jahrhundert zum ersten Mal mit der Gitarre auf einer Bühne und habe englische Lieder gesungen, nicht gerade besonders gute. Danach kam hier ein Lied und dort eines, ich war aber immer wieder verschwunden. Vor ungefähr 35 Jahren nahm ich dann wirklich Anlauf, gefolgt von wiederum noch längeren Pausen. Und diese durchgewürfelten Zahlen gaben mir die Idee, ein paar alte und jüngere meiner Lieblings-Songs in komplett neue Arrangements zu kleiden, und diese mit ganz neuen nie in irgendeiner Form veröffentlichten Liedern zu mischen.So erlebt der geneigte Hörer nun nie zuvor Gehörtes wie „Mein Leben“, „Sie hat mich bloß mit einem Lächeln angefasst“, die legendäre „Uschi“ in neuem Gewand, nämlich im Duett mit der Kultfigur Lilo Wanders oder das zart ironische „Hey Mister Radio Man“ ebenso wie ein Duett mit Milva „La Rossa“ namens „Das muss doch gehn“ oder den Titelsong „Enten hätt´ ich züchten sollen…“. Der sei, so Stephan Sulke, „sowohl neu wie auch alt, ich habe ein betagtes Lied mit neuen Zeilen und Akkordeon versehen.“ Und mit neuem Witz obendrein.