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Presse 2015-06-13T20:38:31+00:00

Vorzügliche Birne

„Birne Beimpold“ war das Thema einer Lesung von Ulrike Beimpold im Kulturhaus. Dabei wurden auch die Vorzüge der Birnenform gegenüber dem Spargel erläutert.
Ehrfürchtig lauschen wir der hohen Kunst, die aus dem Burgtheater kommt. Dass es dort aber auch durchaus menschlich zugeht, das wusste Ulrike Beimpold im Kulturhaus Im Schöffl in Engerwitzdorf zu berichten.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel von Hans Leitner

Stockerau: Eine Birne ist erschienen

Die sonst von den klassischen Theaterbühnen und aus dem Fernsehen bekannte Schauspielerin, Regisseurin und österreichische Synchronstimme des „Schweinchen Babe“, Ulrike Beimpold, war live auf der Bühne des Residenztheaters zu sehen. Der gut gefüllte Saal unterhielt sich prächtig, als die selbsternannte „Burgpflanze“ aus dem Nähkästchen plauderte und das ein oder andere Geheimnis aus dem Theaterleben lüftete. Analog zu ihrem ersten Buch „Eine Birne namens Beimpold – Anekdoten einer Burgpflanze“ schaffte es die Künstlerin auch auf der Bühne das Publikum, teils sehr persönlich mitzureißen.

KORNEUBURG, NÖ, Anzeiger Korneuburg 3./4. Oktober 2012

 

St. Valentin – Onlineservice

Sprechkunst, Charme und Humor, köstliche Anekdoten und eine sympathische Künstlerin auf der Bühne, die das Publikum vom ersten Augenblick an in ihren Bann zog- was will man mehr. Ulrike Beimpold beherrscht zu aller Erst das oft unterschätzte Handwerk des Schauspielers. Ihre Sprechtechnik ist perfekt, und darüber hinaus verfügt sie alle über dialektalen Nuancen vom nie affektiert klingenden Wienerisch über das Claus Peymannsche Idiom bis hin zum „Schwyzerdütsch“, als sie in einer zwerchfellerschütternden Geschichte von einem „humorresistenten“ Schweizer Regisseur mit enervierend langsamer Sprechweise erzählte. Perle reihte sich an Perle, als die Rede auf Burgtheatergrößen wie Inge Konradi, Gusti Wolf oder Hugo Gottschlich kam, die Vortragende aber auch das Geschehen hinter der Bühne und die damit befassten Menschen nicht vergaß. Herausragend war ihre Selbstironie, etwa als sie sich trocken als „birnenförmigen Menschen“, die es eben neben den „Spargelmenschen“ auch geben müsse, beschrieb. Kam der berühmte Kindermund ins Spiel, gab es gar kein Halten mehr, etwa als sie ein kleines Mädchen im Kaffeehaus begeistert „als Schwein vom Burgtheater“ apostrophierte (sie hatte in einer beliebten Kindervorstellung tatsächlich ein Borstentier verkörpert). So sei auch ihr eigener Kindheitswunsch erfüllt worden, als sie auf Grund eines damaligen kleinen Sprachfehlers gesagt habe, ihr Berufswunsch sei „Sauspielerin“. Frau Beimpold schloss mit einer Liebeserklärung an das Publikum, was dieses sehr erfreut entgegen nahm. Im Anschluss an die Lesung signierte sie zahlreiche Exemplare ihres Buches „Eine Birne namens Beimpold“. Hoffentlich kommt sie wieder einmal nach St. Valentin!

Christian Eder, St. Valentin 21. April 2012

Lachmuskeltraining einer Birne namens Beimpold

KURIER-STEIERMARK

Schauspielerin Ulrike Beimpold spielte in Aflenz.

AFLENZ/KURORT. Dass Schauspieler sich geadelt fühlen, im Wiener Burgtheater zu spielen, davon träumen, irgendwann einmal Ensemblemitglieder zu sein, hört man oft. Neu hingegen ist, dass sich eine erfolgreiche Schauspielerin, die seit ihrem 15. Lebensjahr „an der Burg“ spielt, ihr Durchstarten auf den Brettern, die die Welt bedeuten, einem Kernobstgewächs zuschreibt. Genauer gesagt einer Birne, einer „dicken“, um noch präziser zu werden.

500 Besucher in der wunderschön renovierten Propstei Aflenz wurden Ohrenzeugen eines fruchtigen Karrierestarts, den Ulrike Beimpold in einem Weihnachtsmärchen als minderjähriges Mädel hinlegte – als besagte Birne. Und diese „Birne namens Beimpold“ las aus ihrem gleichnamigen Erstlingswerk Anekdoten, die sie in 30 Jahren erlebt hat.

Und die herzliche, unaffektierte und sympathische Wienerin bescherte einen Abend mit viel Humor, Lachen und Entspannung. Eine „schöne Lebenszeit“, wie sie es selbst nennt. Sie ließ bei ihrem Abend hinter und auf die Bühne blicken. Beimpold erzählte auch von Theaterlegenden wie Gusti Wolf und Inge Konradi, Susi Nicoletti und Hugo Gottschlich, den Hörbigers, den Thimigs. Die Schauspielerin vergaß aber auch die Menschen hinter dem Rampenlicht nicht. Und Ulrike Beimpold machte so Lust auf eine Fortsetzung – quasi einen „Obstkorb namens Beimpold“.

Es war ein kabarettistisches Feuerwerk – die Zuschauer haben Tränen gelacht. 

JOHANNA BIRNBAUM