Erkelenz · Kabarettist Marco Tschirpke begeisterte in der ausverkauften Erkelenzer Stadthalle mit feinsinnigem Humor, musikalischer Virtuosität und pointierter Satire fernab des Mainstreams.
Irgendwo zwischen Heinz Erhardt und Rainald Grebe bewegt sich Kabarettist Marco Tschirpke, der im Rahmen der ausverkauften Kabarettreihe in der Erkelenzer Stadthalle mit seinem Programm „Empirisch belegte Brötchen“ gastierte. Der 1975 in Rathenow geborene Unterhaltungskünstler, der mit seiner Familie in Berlin lebt, bot mit seinen feinsinnigen Gedichten, komischen Liedern und überraschenden Beobachtungen einen Abend voller Humor und Tiefgang. Der vielseitige Künstler vereinte musikalische Virtuosität mit pointierter Satire und sorgte für beste Unterhaltung in lockerer Club-Atmosphäre. Weitab vom Bekannten und fast schon zu oft Gehörtem, dem sogenannten „Mainstream“, hangelte sich Tschirpke durch sein Programm und präsentierte humorvolle Unterhaltung der etwas anderen Art, bei dem er sich und das Publikum nicht immer ernst und bisweilen auf den Arm nahm. Mit „Lapsuslieder“ und Minigedichten, am Klavier, mit der Ukulele und im Plauderton beschrieb er den familiären Alltag ebenso wie das alltägliche Geschehen. „Mir gefällt es nicht so“, sagt er über sein eigenes Programm und über eines der beiden „Auftragslieder“, einem Motivationslied für Postzusteller und warnte das Publikum vor. „Ich bin gespannt, wer nach der Pause noch hier ist.“