Helmut Zierl – Kritiken

Polizistensohn mit Drogenverganenheit

Schauspieler Helmut Zierl reist bei Solo-Lesung „Follow the Sun zurück in seine Jugend
Von Susanne Hanke
Lehrte. Der nostalgische Klang einer Musikkassette, abgespielt von einem originalen, schon antiquiert wirkenden Kassettenrekorder, weckte Erinnerungen an ie wilden Siebzigerjahre. „Stairway to Heaven von Led Zeppelin katapultierte das Publikum im Kurt-Hirschfeld Forum zurück in die Blütezeit der Hippiebewegung. Auf diese Zeitreise nahm der bekannte Film- und Theaterschauspieler Helmut Zierl die Zuhörer mit und ließ sie an seiner Geschichte über den Sommer seines Lebens teilhaben…

weiterlesen –>

Cannabissüße Traumpartie

Helmut Zierl eröffnet mit einer furiosen Lesung die Veranstaltungssaison des Kulturrings
VON VOLKMAR HEUER-STRATHMANN
RINTELN. Was für ein Auftakt, welch ein Auftritt! Der Kulturring Rinteln hat die Saison 2022 mit einer Lesung von Helmut Zierl eröffnet, die man nur als furios bezeichnen kann. „Follow the Sun” heißt das 2020 erschienene Werk, in dem der bekannte Schauspieler, der als Synchronsprecher unverwechselbar gut ist, einen tiefen Einblick in das wichtigste Jahr seiner Jugend gibt. „Der Sommer meines Lebens”, so der Untertitel, war stürmisch, großartig, schrecklich.

weiterlesen –>

Wilde Jugendjahre eines TV-Stars

Kulturfestival X der Städteregion: Die Lesung des Schauspielers Helmut Zierl in Lammersdorf hinterlässt intensive Eindrücke.

VON ELKE BOURGERET
LAMMERSDORF Helmut Zierl lässt sein Publikum nicht warten. Pünktlich um 20 Uhr betritt er den nahezu ausverkauften Saal im Pfarrheim an der Kirchstraße. DieAnwesenden kennen ihn als, wie er sich selbst bezeichnet„ Sunnyboy und Schwiegermüttertraum“ aus TV-Geschichten mit Wohlfühlcharakter, die er für „intellektuell verkraftbar“ hält. Ein erster Lacher ist ihm bereits an dieser Stelle sicher.

weiterlesen –>

Das Sterben von Illusionen

Schauspieler Helmut Zierl liest aus Buch über den Sommer seines Lebens
Friedberg (am). »Wie kann man so blöd sein, so dämlich, auf dem Raucherschulhof mit Haschisch zu handeln?« – Blöd oder jugendlichem Leichtsinn geschuldet? Alle Ausreden halfen jedenfalls nichts. »Zierlchen, wir haben es schon lange geahnt, und jetzt bist du verpfiffen worden«, stellte ihn der Direktor seines Gymnasiums in Hamburg vor vollendete Tatsachen: Rauswurf.

weiterlesen –>

Jugend vor dem Abgrund

Schauspieler Helmut Zierl erzählt von seiner Zeit auf Straße / Mit 16 Jahren von Schule geflogen
Von Linda Buchhammer
ALSFELD. In seiner beruflichen Welt mimte der deutsche Schauspieler Helmut Zierl vor der Kamera und auf großen Theaterbühnen bereits die unterschiedlichsten Charaktere vom rauen Burschen und Verbrecher bis hin zum Traumschiff-Sonnyboy und mustergültigen Vorzeigeschwiegersohn. Die härteste Rolle seines Lebens aber forderte den Publikumsli^bling im Rückblick auf sein Leben als Jugendlicher im Alter von 16 Jahren in jenem hippen Sommer 1971, in dem er auf der schiefen Bahn war, infolgedessen von der Schule flog und kurzerhand für sich die Schule des Lebens wählte.

weiterlesen –>

Das Bekenntnis des Helmut Zierl

Der Schauspieler liest in der Kulturscheune aus seinem Buch „Follow the sun”.

Von Heike Heine-Laucke
Lebenstedt. „Follow the sun – Der Sommer meines Lebens”, ein vielversprechender Titel. Der Buchautor ist Helmut Zierl, Schauspieler. Synchronsprecher und Stimme von vielen Hörspielen. Ihn hatte der Kulturverein Salzgitter im Rahmen seines 75-jährigen Jubiläumsprogramms am Samstagabend in die Kulturscheune eingeladen. Zierl war bereits zum vierten Mal an dem Kulturort zu Gast und gilt als Garant für unterhaltsame Stunden.

weiterlesen –>

Ständig verliebt am Abgrund entlang

Erste Live-Veranstaltung der Kulturgemeinschaft: Schauspieler Helmut Zierl nimmt das Publikum auf ein Roadmovie mit

Sarstedt. „Eine so liebevoll dekorierte Bühne finde ich bei meinen Lesungen selten vor“, lobt Helmut Zierl zu Beginn seiner Lesung das ehrenamtliche Team der Sarstedter Kulturgemeinschaft. Der Verein hat den populären Fernseh- und Filmschauspieler Helmut Zierl zur Bühnenpräsentation seines autobiografischen Buches „Follow the sun“ in den Stadtsaal eingeladen und wagt nach langer Pandemie-Pause eine erste Live-Veranstaltung.
Helmut Zierl schafft schnell eine angenehme familiäre Atmosphäre und überspielt dabei mit lockerem Charme die erheblichen Mikrofonprobleme des Abends. „Ich werde Ihnen über eine Phase meines Lebens erzählen, in der es um ein Haar in den Abgrund hätte gehen können. Das Schreiben ist eine Art Selbsttherapie geworden.“

weiterlesen –>

„Meine Hippie-Welt war gescheitert“

Helmut Zierl kennt man vom Fernsehen – aus seichten Serien und aus harten Kriminalfilmen. Da ist er aber eine Kunstfigur. Es gibt auch einen echten Zierl – und der war sogar einmal ein Hippie.
Von Wolfgang Swietek

Hildburghausen – „Ich begrüße Sie zur dritten Wiedereröffnung unseres schönen Stadttheaters in nur zwei Jahren“ – leichte Ironie, aber doch auch Freude schwang in der Worten von Kulturmanager Ali Fröhlich mit, als er am Sonntagabend die Besucher zur Lesung von Helmut Zierl willkommen hieß. Applaus gab es dafür bereits, noch ehe der Gast des Abends die Bühne betrat. Haben die Besucher doch ebenso sehnsüchtig darauf gewartet, wieder einmal einen Abend in „ihrem“ Stadttheater verbringen zu können.

weiterlesen –>

KÖLNER STADTANZEIGER

Autobiografisch, packender Soloabend:

Helmut Zierl bei Lit.Eifel – Drogen, Led Zeppelin und Theater

„Follow the Sun“: Helmut Zierl.
* Von  Thomas Schmitz, 09.11.21, 13:46 Uhr,  Bad Münstereifel –

In Zeiten von Spotify-Playlisten ist es ein herrlicher Anachronismus: das Mixtape. In einer Welt, in der Millionen Songs nur einen Mausklick entfernt sind, ist das Mixtape mit Bedacht zusammengestellt – und das alles mit der Absicht, etwas Bestimmtes auszudrücken. Meist waren es Jungs, die mit der Songauswahl auf einer sorgfältig bespielten Chromdioxid-Kassette ihrer Angebeteten ihre Liebe gestehen wollten.

Helmut Zierl, der am Freitagabend in der Aula der Fachhochschule für Rechtspflege in Bad Münstereifel mit seinem Solo „Follow the Sun“ gastierte, benutzte das Mixtape, um die Zuhörer mitzunehmen in diesen verrückten Sommer 1971, von dem die Geschichte erzählt. Das Jahr, in dem er wegen Haschischhandels von der Schule in der norddeutschen Provinz geschmissen wurde und infolgedessen der Vater, ein Polizist, den 16-jährigen Sohn auch zu Hause vor die Tür setzte. Was folgte, war ein Roadtrip – zunächst nach Brüssel, dann nach Amsterdam –, bei dem Zierl nicht nur die strahlende Sonne kennenlernte, um im Bild des nach einem Beatles-Songs benannten Buches zu bleiben, sondern auch die dunkle Seite des Mondes.

Von Brüssel nach Amsterdam: Autobiografischer Roman von Helmut Zierl

Zehn Jahre hat das Schreiben dieser autobiografischen Episode gedauert. Immer wieder hat der heute 67-Jährige das Manuskript beiseite legen müssen, weil ihn die Erinnerungen emotional so mitnahmen. Denn nach dem unterhaltsamen Auftakt in Brüssel, in dem der langhaarige Hippie Helmut Zierl in einer schrägen WG unterkommt, in der auch ein Clochard wohnt, und deren Mitglieder es mit der Zahnhygiene nicht so genau nehmen, zieht es ihn nach Amsterdam. Einer der Gründe war die brasilianische Schönheit Tirshata, eine Anhängerin der missionarischen Jesus People, in die sich Zierl Hals über Kopf verliebte und die er tatsächlich in Amsterdam wiederfand, wenngleich sie mittlerweile den Drogen verfallen war.

Ja, das Ende des rund 100-minütigen Abend war stellenweise harter Tobak. Der Led-Zeppelin-Hit „Stairway to Heaven“ hat den Schauspieler geprägt, wenn auch nicht unbedingt auf gute Art und Weise.

Wegen der Schilderung seiner Drogenvergangenheit habe unter anderem seine zwölf Jahre ältere Schwester vom Buch abgeraten, schließlich sei er doch der Saubermann des deutschen Fernsehens. „Aber mein Image war mir mein Leben lang egal“, verriet Zierl den Zuschauern.

Und so berichtete er, dass er im letzten Moment dem Heroin entkam, dass er Amsterdam in dem Sommer nie nüchtern erlebte („Ich war immer bekifft“) und dass er schließlich in einer Fixer-WG gelandet ist. Das Verfassen des Buches habe therapeutischen Charakter gehabt. Und das nächste Werk ist schon in der Mache. Diesmal geht es um die Zeit auf der Schauspielschule.

„Ich habe Glück gehabt“

Schauspieler Helmut Zierl las für die Lit.Eifel aus „Follow the sun“ und gab tiefe Einblicke in die drei Monate nach seinem Rausschmiss aus Schule und Elternhaus, die bestimmt waren von Drogen, erster Liebe und Musik

Bad Münstereifel – „Klack“ macht es, wenn Schauspieler Helmut Zierl auf die „Play“-Taste des guten alten Kassettenrekorders drückt. Der Sound von Led Zeppelin, Jimi Hendrix und Co. katapultiert die Menschen auf ihren Stühlen zurück ins Jahr 1971. Dem Sommer, in dem der Rosamunde-Pilcher-Hauptdarsteller mit Lieblings-Schwiegersohn-Format, Drogen konsumierte und auf der Reise nach sich selbst tief unter die Haut gehende Verluste verarbeiten musste. Die „Songs“ – wie er sie nennt – erinnern ihn an diese Zeit: „Es sind Songs, die uns damals beschäftigten und in Stimmung brachten.“

weiterlesen –>

Schauspieler Helmut Zierl ist mit seinem Buch „Follow the Sun“ in Bielefeld zu Gast

„Hatte beim Schreiben einen Kloß im Hals“

Bielefeld (bp). „Als der erste Lockdown im März 2020 kam, hatte ich meine Tournee gerade abgeschlossen“, sagt Helmut Zierl (67). Eine Station dieser Tournee – Zierl spielte die Rolle des Willy Loman in „Tod eines Handlungsreisenden“ – war Bielefeld-Brackwede. Zierl erinnert sich gut – vor allem an das ehemalige Restaurant „Tucano Brasil“: „Ganz wunderbar – sogar mit Live-Gitarrenmusik.“ Jetzt kehrte Zierl zurück nach Bielefeld, um in der „Neuen Schmiede“ sein Buch „Follow the Sun – Der Sommer meines Lebens“ vorzustellen: erzählend, lesend, mit Musik.

weiterlesen –>

Wilde Teenie-Zeit eines Schauspielers

Helmut Zierl liest im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf aus seinem Buch vor und gibt dabei viel Persönliches preis
VON SABINE BUSSE
► Überlingen – „Sonntag noch auf dem Traumschiff und heute hier”, kündigte Veranstalterin Margrit Jäger-Waldau Helmut Zierl an. Vor den überwiegend weiblichen Gästen im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf las er aus seinem Buch „Follow the Sun – Der Sommer meines Lebens”. Darin blickt der Schauspieler auf das Jahr 1971 zurück, in dem der damals 16-Jährige …

weiterlesen –>

Der Sommer seines Lebens

Schauspieler Helmut Zierl zu Gast als Autor im »Leseland Gießen«
Hungen (bac), “Follow the Sun” – der Song von Paul McCartney war 1971 für viele Zeitgenossen die Hymne jenes Sommers 1971 – auch für Helmut Zierl. Bewusst betitelte der bekannte Schauspieler mit dem Image eines Sunnyboys sein Buch über drei dramatische Monate seines Lebens mit dieser Zeile. Das Buch, das vor knapp zwei Jahren auf den Markt kam, stellte er im Rahmen von »Leseland Gießen« vor.

weiterlesen –>

Mit 16 per Anhalter Richtung Sonne

Der Schauspieler Helmut Zierl trampte im Sommer 1971 als jugendlicher Hippie nach Amsterdam.
Der dreimonatige Roadtrip veränderte sein Leben.

Mit 16 Jahren bin ich von der Schule geflogen, und mein Vater, ein Polizist, hat mich im Affekt kurzerhand vor die Tür gesetzt. Ich hab’ meinen Rucksack genommen und stand eine halbe Stunde später schon an der Autobahn, um gen Süden zu trampen – „Follow the Sun!“. Es wurde ein drei Monate langer Roadtrip und ein Sommer, der mein Leben komplett verändert hat. Meine Eltern hab’ ich nur ab und zu angerufen und auf den Anrufbeantworter gesprochen, dass es mir gut geht.

weiterlesen –>