Ralf Bauer

„Das Lächeln am Fuße der Leiter“

Ein Spektakel mit Musik, Akrobatik und Schauspiel nach Henry Miller

 

Mit:

Ralf Bauer

Violine N.N.

 

Ein inspirierender Abend zum Staunen, Schmunzeln und Nachdenken. Dieser Abend balanciert, musikalisch zart untermalt, zwischen der Lust am Lachen und der Erkenntnis, dass wir selbst die Protagonisten dieser tragikomischen Geschichte sein könnten, die es für einen vergnüglichen Abend voller Lebensfreude und Heiterkeit mit Tiefgang braucht.

 

Clowns im Zirkus sind immer fröhlich. Doch manchmal verlieren auch sie ihr Lächeln, wenn sich das Herz mit Tränen füllt. Und was passiert dann, wenn der Clown nicht mehr lacht? Diese Inszenierung blickt hinter die Maske und schaut dem Menschen ins Gesicht. Poetisch, staunend, berührend, heiter, tragisch. voller Mitgefühl. Clown August bricht auf, tritt, an seinem eigenen Anspruch gescheitert, aus dem Rund der Manege und begibt sich auf die Suche nach tief empfundener Glückseligkeit  – unterwegs zu sich selbst. Ohne Applaus und Rampenlicht schutzlos und schon fast nackt, empfindet er sich wieder viel näher bei der Natur – in auf ursprüngliche Wahrheiten reduzierten, essenziellen Bühnenmomenten wie diesen, sind wir uns alle ähnlich. Publikum und Clown sind Eins. In einer Welt, in der Schwäche als Bedrohung gilt und die Leistung als Erwartungshaltung im Vordergrund steht, symbolisiert der Clown das zutiefst Menschliche: Unsicherheit, Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit, Verbundenheit und Liebe.

Ralf Bauer gibt in „Das Lächeln am Fuße der Leiter“ den Clown August. Als komische Figur bringt er die dunkle Seite zum Vorschein. Die Rückseite des tröstlichen Silbermondes. Über das Lachen hat der Clown die Erlaubnis, Wahrheiten auszusprechen. Er ist ein fantastisches Mischwesen aus einer anderen Welt. Das Lachen, aus Trauer und Wut über den Tod geboren, den eigenen oder den von Nahestehenden, kann unsere Endlichkeit nicht ändern:  Doch wir dürfen unseren Frieden damit machen. Und sobald wir darüber lächeln können, sind wir schon eine Stufe weiter auf der Leiter … “ Ralf Bauer, als zweite Leidenschaft und Lebenswelt in die tibetische Philosophie eingetauchter Yoga-Meister, wirft die Zuschauer mit dieser seelenvollen Inszenierung unterhaltsam auf sich selbst zurück.

„Das Lächeln am Fuße der Leiter“ ist eine poetische Fabel von obsessiver Leidenschaft auf der Suche nach sich selbst.

„Unter den Werken Henry Millers hat diese Fabel vom besessenen Ich, das zu sich selber kommen möchte, vom Clown, seinem Lächeln, seiner Trance, dem Mond und der Leiter, den Rang eines Kabinettstücks. Hier wird, auf der unablässigen Suche nach Reinheit und Glücksseligkeit, eine Stimme hörbar, die von der Utopie der Selbstverwirklichung spricht- ein poetischer Anruf des Glücks.“

„Das Lächeln am Fuße der Leiter“ von Henry Miller

Originaltitel: The Smile at the Foot of the Ladder (1948)

 

Über Veranstaltungshinweise freuen wir uns.

Bei Fragen zur Tour und wenn Sie Interesse an einem Interview mit Ralf Bauer haben, schreiben Sie bitte an dagmarambach@textour-agentur.com oder Sie rufen einfach an +49 172 7443280.

 

Zum Autor

Henry Miller, der deutschstämmige Außenseiter der modernen amerikanischen Literatur, aufgewachsen in Brooklyn, wo er die Zeit des Ersten Weltkriegs und der Weltwirtschaftskrise erlebte, gehörte bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs den Pariser Kreisen der „American Exiles“ an. Scheinbar unbeschädigt vom „Getöse der Welt“ schafft er neben seinem tabulosen Werk, das Grundlage für die *beat generation werden sollte, auch diese zeitlose Figur des Clowns August, der den Menschen wahres Glück schenken will. August, unberührt und „unbefleckt vom allgemeinen Elend, hat scheinbar die Freiheit gewonnen, erlebt den Augenblick in voller Größe, strahlt, und dieses Strahlen rund um ihn ist ein immerwährendes Lied der Freude. Der Zirkus öffnet eine winzige Lücke in der Arena der Vergessenheit…“

* Beat Generation bezeichnet eine US-amerikanische Literaten- und Künstlerbewegung der Nachkriegszeit, die in den 1950er-Jahren gegen den konservativen Konformismus und Materialismus der amerikanischen Gesellschaft rebellierte. Der Begriff steht für „beat“ (erschöpft, geschunden) sowie „beatific“ (glückselig).

 

Ralf Bauer – Vita

Ralf Bauer gehört zu den vielseitigsten Schauspielern seiner Generation. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist er in Film und Fernsehen ebenso präsent wie auf der Theaterbühne. Dabei hat er sich nie auf ein Genre festlegen lassen und immer wieder unterschiedliche Rollen und Ausdrucksformen gesucht.

Von 1988 bis 1990 besuchte der gebürtige Karlsruher in Hamburg die Stage School of Dance and Drama. Zusätzlich nahm er Schauspielunterricht bei Eric Morris in Los Angeles. Seine Fernsehkarriere begann 1990 als Moderator des „Disney Club“. Große Bekanntheit erlangte er ab 1993 als Sunnyboy Nik in der erfolgreichen ARD-Vorabendserie „Gegen den Wind“, in der er an der Seite von Hardy Krüger jr. spielte.

1996 gab Bauer sein Kinodebüt in Sharon von Wietersheims Beziehungskomödie „Workaholic“. Es folgten zahlreiche Rollen in Kino- und Fernsehproduktionen, darunter „Küsse niemals deinen Chef“, „3 Tage Angst“, „Tristan und Isolde“ und „Die Wüstenrose“. Auch in Episodenrollen der Kult-Krimireihe „Tatort“ zeigte er seine Wandlungsfähigkeit.

Auf der Kinoleinwand war Bauer unter anderem in Felix Dünnemanns „Caipiranha“ und „Helden und andere Feiglinge“ zu sehen. Gabriel Barylli besetzte ihn in der Lovestory „Wer liebt, dem wachsen Flügel“. Dass Bauer auch vor anspruchsvolleren Stoffen nicht zurückschreckt, bewies er in Oscar Roehlers Beziehungsdrama „Der Alte Affe Angst“ und 2010 erneut in Roehlers „Jud Süß – Film ohne Gewissen“.

Parallel zu seiner Film- und Fernseharbeit entwickelte sich das Theater zu einer wichtigen Konstante in Bauers künstlerischem Leben. 1999 wurde der Frankfurter Volkstheater-Regisseur Wolfgang Kaus durch eine Talkshow auf ihn aufmerksam und bot ihm die Titelrolle in Goethes „Faust“ an. Bauer, der sich schon früh für klassische Literatur und Theater interessierte, gab damit sein Bühnendebüt.

2002 ging er mit Bill C. Davis’ Schauspiel „Der Priestermacher“ an der Seite von Joachim Fuchsberger auf Theatertournee und erhielt dafür den zweiten Preis der IntheGa. Seitdem ist Bauer dem Theater eng verbunden. Er spielte Shakespeare ebenso wie moderne und romantische Stoffe, darunter „Julius Caesar“, „Romeo und Julia“, „Gut gegen Nordwind“, „Alle sieben Wellen“ und „Das Lächeln der Frauen“. Im Sommer 2010 übernahm er die Titelrolle in der „Jedermann“-Inszenierung vor dem Frankfurter Dom.

Auch eigene literarische Bühnenprogramme gehören seit vielen Jahren zu seinem Repertoire. Mit „Bauer sucht Christkind“ und „Bauer in Love“ ist er regelmäßig im deutschsprachigen Raum unterwegs. Dabei verbindet er Schauspiel, Literatur und persönliche Themen auf seine ganz eigene Weise.

Vor der Kamera blieb Bauer in den vergangenen Jahren ebenfalls präsent. Zu seinen jüngeren Arbeiten zählen unter anderem Auftritte in der Krimireihe „Tatort“, darunter „Tatort: Warum“, sowie in „Helen Dorn – Schuld und Sühne“, „Mordufer“ und dem Comedy-Format „Aus die Maus“. Eine besondere Stellung in seiner künstlerischen Arbeit nimmt „Die Wiederkehr – Sem Dhul“ ein: Für den Kinofilm übernahm Bauer nicht nur die Hauptrolle, sondern zeichnete auch als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent verantwortlich.

2026 kehrt Ralf Bauer mit einer besonderen Bühnenrolle zurück: In „Das Lächeln am Fuße der Leiter“ nach der literarischen Vorlage von Henry Miller verkörpert er den Clown August und steht damit als Protagonist im Mittelpunkt einer poetischen Geschichte über einen Künstler auf der Suche nach dem Wesentlichen. Die Figur des Clowns, die zwischen Komik und Melancholie, äußerer Rolle und innerer Wahrheit changiert, bietet Bauer die Möglichkeit, seine langjährige Erfahrung als Schauspieler mit seiner persönlichen Beschäftigung mit Literatur, Meditation und östlicher Philosophie zu verbinden.

Mit „Das Lächeln am Fuße der Leiter“ setzt Ralf Bauer seine kontinuierliche Arbeit für das Theater fort – und widmet sich einmal mehr einem Stoff, der Unterhaltung mit existenziellen Fragen verbindet.

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Pressekontakt Ralf Bauer / Agentur TexTour

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